Bewerbung
lauragirly11
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Was bedeutet "ergebnisorientierte Denk- und Arbeitsweise" in der Stellenanzeige? Guten Tag, was erwartet der potenzielle Arbeitgeber, wenn er in einer Stellenanzeige eine "ergebnisorientierte Denk- und Arbeitsweise" vom Bewerber verlangt? Gruß Patrick

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(3) Antworten
yhanssy

Ich habe nicht wirklich Ahnung von dem Thema, aber ich würde sagen, dass es wohl eine ergebnisorientierte Denk- und Arbeitsweise gibt, bei der entscheidend ist, dass das Ziel erreicht wird und im Gegensatz dazu eine prozessorientierte Denk- und Arbeitsweise nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" oder "Wir geben unser Bestes im Arbeitsprozess (beraten unsere Kunden hervorragend) und der Erfolg (Vertragsabschlüsse) wird sich irgendwann schon von selber einstellen." . Der Arbeitgeber macht deutlich, dass es ihm nicht ausreicht, dass Du Dein Bestes gibst, wenn Du nicht (möglichst schnell) auch Erfolge vorzuweisen hast. Der Arbeitgeber prüft genau, ob ihm Dein Bestes gut genug ist, um dich zu behalten. Wenn Du Glück hast, reicht ihm auch weniger als Dein Bestes aus, falls es sich für ihn noch rentiert. Ich würde mutmaßen, dass man in einer solchen Firma sehr unter Erfolgsdruck bzw. Leistungsdruck gesetzt wird. Man legt Wert darauf, dass Du dich schnell ins Verdienen bringst und ist nicht bereit, sich Entschuldigungen oder Vertröstungen von Dir anzuhören, warum dieses oder jenes nicht geklappt hat. Du hast dort zu funktionieren, möglichst nicht krank zu sein und vor allen Dingen will die Firma mehr an Dir verdienen als sie in Dich investiert. Ich würde, bevor ich bei einer solchen Firma anfange, prüfen, wie genau man es dort mit Moral und Gesetz nimmt. Ich würde in Erfahrung bringen, wieviele Kunden gegen diese Firma klagen, weil sie sich betrogen fühlen. Ich wäre sehr hellhörig, wenn mir im Vorstellungsgespräch Dinge gesagt würden wie "Der Zweck heiligt die Mittel" oder "Sich an Gesetze zu halten, macht uns nicht satt." Geh da einige Tage probearbeiten und schau, wie das Arbeitsklima da ist. Lass Dich nicht zu früh verheizen. Du hast sicher noch etliche Jahre im Berufsleben (bis zum 63., 65. oder 67. Lebensjahr) vor Dir. Falls es sich um die Versicherungsbranche oder etwas mit Vertragsabschlüssen handelt, wo die Zahlen stimmen müssen, paß auf, dass man dich nicht Deinen Bekannten- und Verwandtenkreis mißbrauchen läßt und dann wenn keine Abschlüsse mehr reinkommen entläßt. Dann hast Du hinterher nicht nur keinen Job mehr sondern auch keine Freunde mehr. (Achte im Vorstellungsgespräch auf Fragen wie: Sind Sie kommunikativ? als harmlose Einleitung zu "Wie groß ist Ihr Bekanntenkreis?" und "Haben Sie viele Freunde." Wenn der Job eine Herausforderung für Dich ist und Du dich gern beweisen willst, versuche ruhig dort die große Karriere zu machen - nur lass Dich nicht unterkriegen, wenn sich herausstellen sollte, dass Du kein Rädchen in dem Getriebe dieser Firma sein kannst oder willst. Falls Du ein knallhartes wenig wohlwollendes Vorstellungsgespräch bekommst, bei dem allen deinen Schwächen richtig auf den Zahn gefühlt wird, rate ich Dir in dem Teil, wo Du Fragen stellen darfst, zurückzuschießen. Eine Frage, die sich prima dazu eignet ist die Frage "Wie hoch ist denn bei Ihnen die Personalfluktuation?" Überleg Dir gut, ob Du hinter dem verkauften Produkt stehst - prüfe was die Mitbewerber anbieten (dem Kunden anbieten und den Mitarbeitern als Schulung, Festgehalt, Einarbeitung anbieten)! Auch in Zeiten höchster Arbeitslosigkeit brauchen wir Arbeitnehmer nicht alles mit uns machen zu lassen. Liebe Grüße

Sammikler

Und damit du Gewinne erwirtschaftest mußt du natürlich die Gabe haben unwichtig von wichtig zu trennen.

gamble001

Er erwartet, dass Du Deine Arbeitszeit nicht vertrödelst, sondern Gewinne erwirtschaftest.

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