Menschen
Maral123
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Warum gibt es immer und überall mindestens einen Außenseiter? Ich verstehe das nicht. In jeder Klasse, am Arbeitsplatz verschwören sich die Menschen gegen einen anderen, der dann alleine ist. Warum machen die Menschen das? Ist das ein überdauertes Verhalten aus unseren Anfängen? Aber warum?

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(5) Antworten
blaueperle14

Um nicht selber ein außenseiter zu werden tun sich mehrere zusammen und fühlen sich deshalb stärker, toller und cooler als sie sind. die haben nichts inder birne, denn sonst würden sie das gesamtbild betrachten und erkennen, dass das was sie da tun unmenschlich ist.Sie meinen sie würden dadurch einen bestimmten Status erreichen.möglicherweise haben sie irgend woanders versagt und wollen sich nun beweisen, dass sie doch was können: und zwar NICHTS. die betroffenen sollen stark sein und sich in keinem Falle ändern!!!!!

LucaPSD

Ob es IMMER und ÜBERALL ist, will ich mal unkommentiert lassen, aber Identität ist die Antwort. Das wichtigste für jeden Menschen ist die bildung seiner Identität. Das kann positiv erfolgen durch übernahme von Identitäsvorgaben wie es anerkannte Moralvorstellungen in einer Gruppe sind, Religionen, gängige Vorlieben aber eben auch Kontemplation. Dabei wird schnell klar, das sich in bestimmten Gruppen viele Identitäten überschneiden und einige nicht. Grundsätzlich gilt bei Menschen immer, dass sie gerne dass als "richtig" ansehen, was in ihrem Wissen-/Erfahrungs-/Sichtkreis empirisch häufiger vorhanden ist. Sind z.B. alle Christen, ist der Islam die "falsche" Religion und umgekehrt. Homogenität erhöht also in jeder Gruppe (Freundeskreis, Schulklasse, Abeteilung einer Firma, Bewohner eines Dorfes, etc.) das "Wissen" darüber, das die eigene Identität "richtig und gut" ist. Das stabilisiert das Weltbild als ganzes und lässt die Leute ruhig leben. Eine neue oder schlicht andere Idee in solchen Gruppen stellt sofort das Weltbild und die eigenen Grundfeste der Identität in Frage. Deshalb werden solche Individuen schnell aus der Gruppe als "Außenseiter" mit "falscher" Mindermeinung in Sachen Identität ausgegrenzt. Sind sie nämlich auf dem Holzweg, muss das eigene Weltbild und die eigene Identität nicht überprüft werden und kann sich nicht als "falsch" erweisen. Daher die Neigung des Menschen in zunehmend stärker homogenen Gruppen weniger Toleranz und gar keine Aktzeptanz mehr gegenüber fremden Ideen auszuüben. Je loser die Überschneidungsmenge der Identitäten einer Gruppe und je lockerer der Zusammenhang, desto leichter ist Toleranz und Akzeptanz von anderen Ideen. Daher dann auch weniger Außenseiter.

MisterX345

Um sich selber zu erhöhen, weil es bei Leuten, die Schwäche ausstrahlen, halt viel einfacher ist, den Coolen zu markieren. Ganz billig!

capikub

Nein, es ist eher eine krankhafte Schwäche, eine Art Persönlichkeits-Unterentwicklung, aus der mangelnde (mit-)menschliche Fähigkeiten sprechen. Mangel an Liebe, an Toleranz, an Solidarität usw. . Solche - häufigen - Schwierigkeiten in der zivilisierten Gesellschaft sehe ich als Symptome der "Kollektiven Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft". Diese Störung ist auch unabhängig vom Kollektiv im Einzelfall jederzeit heilbar. Zu Details siehe meine TIPPS hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net - zu finden über mein Profil.

diepone

Joa, weißt du da hilf es nur drüber zu stehen und dich damit abzufinden, erst dann wirst du merken, dass es gar nicht so schlimm ist. ICh kenne das selber.

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