Argumente
justdanny
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Philosophie - Prämissen und Konklusion. Gültigkeit und Schlüssigkeit. Ist mein Ansatz richtig? Hey. Ich hoffe, es finden sich Leute, die sich da ein bisschen auskennen. :) Wir haben in Philo gerade das Thema Anthropolohie. Wir sollten uns von vorgegebenen Texten einen aussuchen und das/die Argument/e des Autors rekonstruieren, indem wir die Prämissen und die Konklusion aufstellen. Das habe ich jetzt schon gemacht. Und ich würde gerne wissen, ob man das so machen kann, wie ich es gemacht habe. Denn wenn nicht, wären ja die anderen Argumente und Thesen auch ,,falsch', und das wäre für eine Klausurersatzleistung ja ziemlich doof.^^ Folgenden Text habe ich mir ausgesucht: Martin Lindauer: Sprache - Privileg menschlicher Kommunikation? Darüber besteht kein Zweifel, dass Sprache als Kommunikation ein Privileg von uns Menschen ist. Immer dann, wenn der Mensch als Krone der Schöpfung vom Tierreich abgehoben werden soll, wird die Sprache als eine seiner wichtigsten Errungenschaften genannt. Das ist der Anfang des Textes. Daraus habe ich Folgendes gemacht: Prämisse 1: Der Mensch wird als Krone der Schöpfung vom Tierreich abgehoben. Prämisse 2: Als wichtigste Errungenschaft des Menschen wird die Sprache genannt. Konklusion: Also ist die Sprache als Kommunikationsmittel ein Privileg von uns Menschen. Ist das so nun richtig bzw. kann ich auch so an den Rest des Textes herangehen? Oder kann man aus diesem Abschnitt gar nicht Prämissen und eine Konklusion aufstellen? ... Weiter soll ich das Argument hinsichtlich der Gültigkeit und Schlüssigkeit kritisieren. Könnte man hier sagen, (wenn das Argument so überhaupt möglich ist) dass das Argument gültig ist, da es in sich stimmig gebaut ist? Und woran erkenne ich jetzt, ob es schlüssig ist? Also woher weiß ich, ob die Prämissen wahr sind? (Erkenntnistheorie hatten wir noch nicht, also ohne zu hinterfragen, was die Wahrheit ist.^^) Sorry, ist ein bisschen mehr Text geworden.^^ Ich hoffe, hier gibt es jemanden der mir da helfen kann. Ich weiß, dass die Frage sehr umfangreich ist. ... Deswegen bin ich schon froh über Ansätze oder Teilantworten, wenn überhaupt welche kommen sollten. :) ... Und ich mache meine Hausaufgaben schon selbst, ich würde nur gerne wissen, ob ich da so rangehen kann. Ich vergebe gerne auch die hilfreichste Antwort! (In der Umfrage ist mir bei Antwort 3 das ,,Warum' ziemlich wichtig, denn ich muss ja begründen können, warum ich diese Prämissen und die Konklusion gewählt habe.)

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(3) Antworten
maryrose

Wenn Logiker von einem Paar ( P, K ) = ( Prämisse, Konklusion ) sprechen, so bedeutet das für sie, dass die Aussage K wenigstens dann richtig ist, wenn die Aussage P richtig ist. Auf deinen Fall angewandt würde das bedeuten: Was du Konklusion nennst, muss richtig sein, wenn deine Prämisse 1 und auch deine Prämisse 2 richtig sind. Nehmen wir also an, deine Prämisse 1 und 2 seien richtig. Ergibt sich aber wirklich zwingend, dass die Sprache als Kommunikationsmittel ein Privileg von uns Menschen ist? Man weiß z.B., dass Wölfe aus demselbem Rudel sich durch Geheul über weite Distanzen hinweg sehr effektiv verständigen können. Ihr "Geheul" ist ihre Sprache. Ähnliches gilt für Delphine oder Wale. Es ist zwar richtig, dass weder Wölfe noch Wale Deutsch oder Englisch sprechen. Aber auch die meisten Chinesen sprechen eine Sprache, die den meisten Deutschen völlig unverständlich ist. Warum also soll, die "Sprache" der Tiere den Menschen verständlich sein? Dennoch muss man Geräusche, die sie bewusst machen, als Sprache bezeichnen, da sie damit ja Information übermitteln. Kurz: Was du in deinem Beispiel als Konklusion bezeichnest (d.h. als eine Aussage, deren Wahrheit sich aus der Wahrheit deiner beiden Prämissen ergeben sollte) ist eine Aussage, die man -- genau besehen -- als falsch bezeichnen muss. Und so kann man sie im Kontext deines Beispiels eben NICHT als Konklusion bezeichnen: Sie ist einfach nur Meinung des Sprechenden. Andere könnten anderer Meinung sein. Und Wissenschaftler, die das Verhalten von Tieren erforschen, sind ja tatsächlich anderer Meinung ... FAZIT also: Martin Landauers Argument ist NICHT SCHLÜSSIG.

Malina777

Deine Darstellung ist richtig, nur dass in der Aussage von M. Lindauer die Konklusion vorausschickt und in der Begründung "immer dann, wenn ..." die Prämissen dazu nachliefert. Formal richtig hätte man es umgedreht. Ich sehe nicht, dass es Deine Aufgabe ist, die Aussage inhaltlich zu bewerten, sondern nur den logischen Aufbau. Und das stimmt meiner Meinung nach.

Bettdecke44

in der Philosophie ist sogt wie alles richtig. es wird viel nach der eigenen Meinung gefragt und baut auf Diskussionen und somit verschiedene antworten auf. ich finde deinen Ansatz aber ganz gut. schreibst du einen Essay für so einen philosophier Wettbewerb?

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