Bildung
Psychara
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Heidenarbeit? das das Wort Heidenarbeit quasi mit umfangeicher Arbeit gleichzusetzen ist, weiß ich. Wo aber kommt es her? Hat es was mit Heiden zu tun? Oder mit Arbeit in einer Heide? Wer kann mir da helfen?

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(3) Antworten
NELE240

Im Mittelalter hatten "Ungläubige" - unter Heiden meinte man damals alles, was nicht christlich war , also auch Juden und Moslems - Berufsverbot für Handwerk und Landwirtschaft. Es blieben ihnen nur die schwersten, schlechtbezahltesten und unbeliebtesten Tätigkeiten, wie z.B. Brunnenputzer, Scherenschleifer, Kesselflicker ... alles Bezeichnungen, die noch heute in anderen Redewendungen zum Tragen kommen. - http://www.altea-info.com/leserservice-12.php?ID_leserservice=1324

fab1122

moin; Leider ist die Antwort von mbmama unvollständig, Heiden waren im Mittelalter alle die das nicäischem Bekenntnis nicht praktizierten. Dazu zählten nicht nur "Nichtchristen" und Menschen, die sich nicht zu einer der anderen Schriftreligionen bekannten, sondern auch Christen arianischen Glaubens. Eine direkte Übersetzunfg gibt es zum lateinischen mit dem Wort sclavi (das meint, "die welche ausserhalb der Gemeinschaft stehen.".) Das in der

armesgf

Heidenarbeit Im Mittelalter durften »Ungläubige« - jeder, der nicht christlich war - keinen Grundbesitz erwerben. Sie mußten sich in Städten ansiedeln, wo die Handwerker in Zünften organisiert waren, welche wiederum ihrerseits nur Christen aufnahmen. Dank dieses Berufsverbotes für Handwerk und Landwirtschaft blieb den »Heiden« nur, schwerste, schlecht bezahlte und sonst unbeliebte und verachtete Tätigkeiten, wie beispielsweise Geldhändler, Brunnenputzer, Scherenschleifer, Kesselflicker - eben »Heidenarbeit« - zu verrichten. Viele dieser Bezeichnungen findet man heute noch in anderen Redewendungen. http://etymologie.tantalosz.de/h.php