Fachhochschule
aliumei13
3

Fachhochschule vs. Hochschule - Ist der Unterschied wirklich so immens? Ich bin von der Universität und konnte mir absolut nicht vorstellen, dass eine so deartige Kluft gibt zwischen Absolventen der FH und der Universität, in meinem Falle eine TU. Wie sind eure Erfahrungen? Und in welchen Studienrichtungen? Ist es möglich, dass die praxisorientierte FH praxisorientierte Studenten anzieht? Praxis an sich zu haben, ist ja nicht verkehrt, aber dann so wenig über den Tellerrand schauen und keinerlei tiefgründiges Interesse für die eigene Disziplin zu haben, finde ich doch recht merkwürdig. (So sind nunmal meine Beobachten. Dafür kann ich auch ncihts.)

+0
(6) Antworten
yogolee

Ich habe das Maschinenbaustudium an einer klassischen Universität - die auch noch über eine Fachhochschule verfügte. Es gab´ Uni-interne (d.h. in-offizielle) Untersuchungen das der Leistungsunterschied etwa knapp 2 Notenstufen entsprach. Wer also an der Uni mit 3,5 ums Überleben kämpfen mußte - stand an der FH somit ganz gut da. Folglich war an der FH auch die Suizidrate niedriger.

Yasminceylan007

Man sollte sich mal überlegen, worüber hier gesprochen wird. Das Unidiplom ist der höchste Bildungsabschluß in Dtl., das FH-Diplom der zweithöchste. Hier wird von der FH geredet,wie von einer Schule bildungsferner Schichten. Ein FH-Diplom bedeutet Klasse 12 plus einen Arbeitsaufwand von 7200 h auf Hochschulniveau. Da von Faulheit zu reden, ist dreist. vgl: ein Meister benötigt Klasse 10 und 1000 h! Übrigens haben an den FHen mittlerweile 67% ein Vollabitur, der Rest mindestens die FHR (Klasse 12). Zur eigentlichen Frage: Die Frage ist falsch gestellt. Eine FH ist wie auch die Uni eine Hochschule per Defintion. Hochschule ist der Oberbegriff beider Einrichtungen. Den Anspruch sollte man viel eher am Studienfach festlegen. Es gibt genug leichte Studiengänge an der Uni, zu der anspruchsvolle FH-Studiengänge wesentlich schwerer sind. Das Studierendensurvey der Uni Konstanz hat sich mit dem intellektuellen Anspruch der verschiedenen Studiengänge an Uni/FH wissenschaftlich auseinandergesetzt. Die dünnsten Bretter werden demnach nicht an der FH gebohrt, aufgrund ihres überwiegenden MINT-Angebotes. PS: Und immer dran denken: FH nicht mit der früheren Ingenieurschule verwechseln!

BenM2003

Du hast dabei auch noch die Berufsakademien vergessen, die jedes Jahr nochmals tausende Bachelors ausspucken. Aber prinzipiell ist Dein Gedankengang richtig. Der Student der Uni schimpft über den der FH schimpft über den der BA. Und dann auch wieder umgedreht. Und das Schönste ist: Irgendwie haben alle Recht.

xxmama

in den meisten fällen die arroganz der gymnasiasten gegenüber denen, die ne schwerere kindheit hatten. unbegründet und anmaßend. aber wer mag kann ja die allgemeine hochschulreife auch erwerben im nachhinein. es ist nie zu spät. arbeiten muss man schließlich sein restliches leben. da ists schon wichtig seinen job zu lieben. ach und deine erfahrung kann ich nicht voll bestätigen. oft entdecken die fh´ler ihr teoretisches und abstaktes talent erst später aber dann nicht minder.

Essy88

FH ist praxisorientierter und UNi wissenschaftlicher. Uni eröffnet einem die Möglichkeit der Promotion und in manchen Bereichen ist UNI verausgesetzt und daher auch besser bezahlt

rennmurmel

Wenn man sich mal anschaut wer es schafft an die FH zu kommen, muss einen nichts mehr wundern. Mein Vater hält in einer FH Vorlesungen und daher konnte ich mir einen kleinen Einblick verschaffen...

Antwort hinzufügen