DDR
haddonfield
2

Bezahlung/Lohn in der DDR - wer kennt sich aus? mir wurde als ich klein war erzählt, dass die ddr (u.a.) deswegen "scheiße" war, weil alle leute egal ob maurer, arzt, schuster, sekretärin oder journalist DEN GLEICHEN GEDLBETRAG verdient hätten. ist das wirklich war? gabs da nicht vll so art "verdienstklassen" und einer der studiert hat, hat doch mehr verdient als jemand mit einfacherer bildung?

+0
(7) Antworten
maandi01

Die DDR gibt es nun fast 20 Jahre nicht mehr, wer hier offt sich hier berufen fühlt zu antworten, scheint nicht viel älter zu sein. Da stimme ich gismolinchen voll zu. Es gab in der DDR - Volkswirtschaft nicht nur einen staatlichen Sektor sondern auch einen Privaten und einen Genossenschaftlichen. Überall wurde anders gezahlt und verdient. Es gab Gehälter, Prämienzeitlohn und Leistungslohn. Es gab Jahresenprämien, wie das 13. Monatsgehalt, Prämien für besondere Leistungen des einzelnen oder des Kollektivs( Theam. Natürlich gab es Unterschiede. der Werkdirektor hat mehr verdient wie ein Arbeiter. Aber der Abstand hat nur ein paar Hundert Mark, vereinzelt 1000 bis 3000 Mark gemacht.Honneker hat wohl offiziel ein Gehalt von 3200 Mark gehabt. Ich war in einer PGH( Produktionsgenossenschaft des Handwerks), Meister und habe Gehalt bekommen, meine Monteure haben Leistungslohn bekommen. Das konnte mehr sein als mein Gehalt. Bei uns wurde ein neuer Chef gesucht, es hat sich niemand gefunden, da die paar hundert Mark mehr, in keinen Verhältnis zum Ärger und der Verantwortung stand. Das richtige Geld wurde nach Feierabend verdient, was ein riesiger Sektor war. Da waren die Handwerker besser dran, wie der Arbeiter in der Fabrik oder der Angestellte. Beispiel: der 26 jährige Fliesenleger fuhr einen 1500èr Lada, der General bei der NVA auch. LPG - Mitglieder bekamen neben Lohn,Prämie auch Ihr eingebrachtes Land vergütet, in Getreideeinheiten, welche in Geld um gerechnet wurde. Da kam schon mal der Jahreslohn dazu.In neuen Industrieen wurde wesentlich mehr verdient, z.B. Mikroelektronik. Wer viel Geld verdienen wollte ging zur Fischfangflotte oder an die Erdgastrasse in die UDSSR. Da konnte man schon mehrere 1000 Mark verdienen. Und bekam Trappi u. Wartburg eher. Künstler konnten richtig reich werden. Vor allen wenn sie im Westen auftraten. Nicht nur die auch im Westen bekannten. Auch Komponisten die für Hollywood schrieben, Seiltänzer die in Japan auftraten. Herrausragende Wissenschaftler hatten Einzelverträge. Wie ich immer sage: Es war alles gleich, manche waren gleicher.

lorelaneee

Nein, das ist überhaupt nicht wahr. Mein Bruder war z. B. Maurer und hat deutlich mehr verdient als ich (Sekretärin). Wer so etwas erzählt, hat eigentlich von der ehemaligen DDR gar nichts verstanden.

Vidal

Hallo, es ist immer wieder interessant, wie Geschichte und Geschichten entstehen. Völliger Schwachsinn. Selbstverständlich hat auch zu DDR-Zeiten eine Reinigungsfrau nicht das verdient, was ein Arzt verdient hat. Sicherlich gab die Spanne nicht das her, was sie heute hergibt, aber es gab sie sehr wohl. Ist Euch schon einmal aufgefallen, daß gerade bei Sendungen wie Die 100 besten Oldies aus der DDR Leute befragt werden, die gerade mal 25 sind?

Hallo17603

Unterschiede bestanden. Aber die Löhne klafften nicht so auseinander wie im Westen. Cuba hat das System noch.

nickjo2

Ich komme aus der ehemaligen DDR. Der Verdienst war schon unterschiedlich. Mein Vater z. B. war Gaszählermonteur und meine Mutter stomatologische Schwester (heute nennt sich das Zahnarzthelferin). Meine Mutter hat etwas mehr verdient als mein Vater. Auch Leute die studiert haben etc. haben etwas mehr verdient. Aber den riesen großen Unterschied gab es nicht. Und deswegen war die DDR nicht "scheiße", weil alle irgendwie gleich verdient haben. Sie war für mich z.B. "scheiße", weil ich nicht studieren durfte, weil mein Onkel in den 70ern, in den Westen geflüchtet ist....

worren

das stimmt nicht. es gab lohn- und gehaltsgruppen.

bahaaa

hast recht,habe viel geld verdient,war in der fischfangflotte tätig

Antwort hinzufügen